Aldi Süd verpflichtet Lieferanten zu mehr Tierwohl

Aldi Süd verpflichtet Lieferanten zu mehr Tierwohl

Der Discounter Aldi Süd will sich mit veränderten Richtlinien im Bereich Einkauf für mehr Tierwohl einsetzen. Das Unternehmen aus Mülheim an der Ruhr, das sich seit vergangenem Jahr mit anderen namhaften Unternehmen der Lebensmittelbranche bei der „Initiative Tierwohl“ engagiert, will künftig entlang der gesamten Lieferkette mehr auf die Bedürfnisse und Haltungsbedingungen der Nutztiere achten. Einige Produkte und Tiere verschwinden komplett aus den Regalen.

Anfang 2015 gab sich das Unternehmen selbst diese neuen Grundsätze, die jetzt im Detail vorliegen. Der Geltungsbereich der Tierwohl-Einkaufspolitik betreffe Fleischprodukte sämtlicher Tierarten, aber auch Eier, Produkte mit verarbeiteten Eiern, Milch und Molkereiprodukte, Fisch- und Meeresfrüchte. Aber auch Non-Food-Artikel wie Textilien und Kosmetika sollen künftig nur dann gelistet werden, wenn sie den neuen Richtlinien entsprechen.

Für die Lieferanten, die künftig mit regelmäßigen und unabhängigen Kontrollen rechnen müssten, gilt demnach unter anderem: Der Einsatz von Eiern aus Käfighaltung ist bei allen Produkten untersagt. Gleiches gelte für Lebendrupf oder Stopfmast bei Gänse- und Entenfleisch. Auf Kaninchenfleisch und Hummerprodukte werde künftig vollständig verzichtet. Bei Fisch- und Meeresfrüchten aus Wildfang soll der Anteil an Produkten mit Nachhaltigkeitszertifikat gesteigert werden. Bei Tieren aus Aquakultur soll künftig der Einsatz von Chemikalien und Antibiotika deutlich reduziert beziehungsweise gänzlich eingestellt werden.

Nähere Informationen zu den Maßnahmen im gesamten Food-Bereich finden sich hier. Ein PDF mit den Richtlinien zur neuen Tierwohl-Einkaufspolitik ist hier hinterlegt.   Bild: Website-Ausriss Aldi Sued  (Februar 2015, Autor: Michael Berkemeier) Quelle: Aldi Süd