Leichte Erholung in der Ernährungsindustrie

Ernaehrungsindustrie

Die Ernährungsindustrie konnte nach über einem Jahr der Stagnation im vierten Quartal 2015 und ersten Quartal 2016 ihren Umsatz steigern. Das geht aus dem Konjunkturbericht 1/2016 der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) hervor. So stieg der Branchenumsatz im vierten Quartal 2015 um 1,1 Prozent auf 43,8 Milliarden Euro. Im Januar und Februar 2016 erzielten die Lebensmittelhersteller im Vergleich zum Vorgängerquartal ein Umsatzplus von 0,9 Prozent. Allerdings fehlen dem jüngsten Wachstum laut BVE nachhaltigere Impulse.

Gute Zugewinne im Exportgeschäft sowie saisonale Effekte im vierten Quartal 2015 und ein vorübergehendes Nachlassen des Preisdrucks haben laut Konjunkturbericht des BVE das Umsatzergebnis in den letzten Monaten positiv beeinflusst. Auch der Absatz konnte ausgebaut werden. In den ersten beiden Monaten diesen Jahres stieg der mengenmäßige Branchenabsatz um 1,7 Prozent.

Doch das Geschäftsumfeld bleibt laut BVE angespannt und der Ertragsdruck hoch. Dafür gibt es nach Angaben der Bundesvereinigung vielfältige Gründe: Die Produktions- und Lohnkosten nehmen zu, die Mengennachfrage im Inland sinkt, das Konsumbewusstsein und die Verbraucheransprüche steigen. Hinzu kommt, dass der intensive Preiswettbewerb im Einzelhandel, aber auch am internationalen Markt auf die Verkaufspreise drückt. Mehr Konkurrenz und immer mehr Handelshemmnisse erschwerten zudem die Markterschließung im Ausland.

„Die Unternehmen der Ernährungsindustrie sind weiter herausgefordert, schnell neue Absatzchancen zu erschließen und mehr Wertschöpfung zu generieren“, teilt der BVE mit. Der Konjunkturbericht der Vereinigung mit detaillierten Zahlen zu den einzelnen Industriesektoren steht zum Download auf der BVE-Webseite bis Ende Mai 2016 zur Verfügung.   Archivfoto: Rüdiger   (Mai 2016, Autor: Marc Hankmann)   Quelle: BVE

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *