BVE-Exportklima: Erwartungen gedämpft

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Das Exportklima der Ernährungsindustrie ist im Dezember 2016 im Vergleich zur Sommerbefragung gestiegen, teilt die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) mit. Der Saldo aus Geschäftslage und -erwartungen des BVE-Exportbarometers nahm um fünf Punkte zu. Dabei wird die aktuelle Geschäftslage besser eingeschätzt als die Erwartungen an das Geschäft. Im Vorjahresvergleich zeigt die Stimmungslage laut BVE zwar insgesamt Kontinuität, ist mit einem Minus von einem Punkt aber leicht gedämpft. Die Ergebnisse des Exportklimas für die Teilbranchen schwanken zudem deutlich. Besser als im Vorjahr sind vor allem die Exporteure von Fleisch, Fleischwaren und Bier eingestellt.

Die wichtigsten Exportmärkte sind laut Einschätzung der Unternehmen derzeit Frankreich, Österreich, die Niederlande, Italien, die Schweiz, die USA und China. Der Anteil der Unternehmen, die auch in Länder außerhalb der EU exportieren, ist im Vorjahresvergleich um 7,9 Prozent auf 82 Prozent gestiegen.

Die Absatzerwartungen nahmen vor allem für Japan, China, Polen, Italien, Frankreich und Spanien zu. Dagegen nahmen die Absatzerwartungen für die USA, Großbritannien und Russland spürbar ab. Die BVE vermutet hierfür die politischen Entwicklungen in diesen Ländern als Ursache. Allerdings zeigen sich auch die Erwartungen für Australien, Österreich und die Schweiz nach dem Hoch der Vormonate gedämpfter.

Jeden dritten Euro verdienen deutsche Lebensmittelhersteller heute im Ausland. Das Exportgeschäft wird laut BVE jedoch immer zeit- und kostenintensiver. Dennoch erschließen die Lebensmittelhersteller häufig mehrere Märkte für den Export, um Marktvolatilitäten zu minimieren. Außerhalb des EU-Binnenmarktes nehmen die Handelshemmnisse jedoch immer mehr zu. Weitere Informationen aus dem Exportbarometer stellt der BVE auf seiner Webseite bis Mitte Januar 2017 zur Verfügung.   Bild: BLG Logistics   (Dezember 2016, Autor: Marc Hankmann)   Quelle: BVE

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