Warentest warnt vor verstecktem Zucker

Stiftung Warentest Zucker

Die Stiftung Warentest warnt in der Mai-Ausgabe ihrer Zeitschrift „Test“ vor zu hohem Zuckerkonsum. So haben die Warentester herausgefunden, dass der deutsche Durchschnittsbürger rund 90 Gramm Haushaltszucker am Tag verbraucht, was umgerechnet rund 29 Stück Würfelzucker entspricht. Die Weltgesundheitsorganisation WHO hält nur gut die Hälfte für tolerierbar, nämlich maximal 50 Gramm zugesetzten Zucker täglich. Insbesondere kritisiert die Stiftung Warentest den hohen Zuckergehalt vieler Fertiglebensmittel.

Ein erheblicher Teil des von Verbrauchern konsumierten Zuckers sei in verarbeiteten Nahrungsmitteln enthalten, die nicht unbedingt als süß gelten, berichtet die Zeitschrift „Test“. Aber nicht nur Süßwaren, sondern auch Joghurts, Fertigsoßen und Frühstücks-Cerealien seien kräftig gesüßt. Viele Softdrinks strotzen nur so von Zucker, heißt es. Hinzu komme Süße aus Glukosesirup, Honig, Dick- und Fruchtsaft. Die Stiftung Warentest empfiehlt angesichts des hohen Zuckergehalts von Fertigprodukten zu einem bunten Speiseplan mit vielen unverarbeiteten Lebensmitteln. Verbraucher, die auf Ketchup und süße Frühstücksflocken nicht verzichten wollen, sollten anderswo Zucker einsparen.

Die eigene Gesundheit ist der Hauptgrund dafür, dass immer mehr Menschen sich für eine bewusste Ernährung entscheiden und unter anderem auch ihren Zuckerkonsum senken oder Zucker sogar ganz meiden. Auch die Lebensmittelindustrie hat sich auf den Trend zur zuckerarmen beziehungsweise zuckerfreien Ernährung eingestellt und hat auf diese Entwicklung mit der Herstellung zuckerreduzierter und zuckerfreier Produkte reagiert.

In seiner Sonderedition „free from“ (Erscheinungsdatum 14. Juli) wird sich tk-report minus 18 ausführlich dem Thema „zuckerarme und zuckerfreie Ernährung“ widmen.

Magazin-Ausriss: TEST   (Mai 2017, Autor: Olaf Behnel)   Quelle: TEST

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