Fisch: Nur große Betriebe wachsen

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Umsatzwachstum bei den großen Betrieben der Fischwirtschaft, Rückgänge bei den kleineren. Auf seiner Jahresmitgliederversammlung stellte der Bundesverband der deutschen Fischindustrie und des Fischgroßhandels fest, dass der Branchenumsatz der Betriebe mit mehr als 50 Beschäftigten 2016 um 2,1 Prozent von 2,02 auf 2,06 Milliarden Euro im Jahr gestiegen ist. Der Umsatz aller Unternehmen hingegen blieb mit 2,13 Milliarden Euro um 1,6 Prozent unter dem Wert des Vorjahres zurück.

Ein Plus von 3,1 Prozent wurde bei den Auslandsumsätzen erzielt. Deutschland bleibe aber auch in Zukunft der Hauptabsatzmarkt für Fische, Krebs- und Weichtiere und daraus hergestellte Lebensmittel, betonte der Verband mit Geschäftssitz in Hamburg. „Mit zirka 78 Prozent Marktanteil ist die Nachfrage der Verbraucher nach innovativen Lebensmitteln aus dem Meer immer noch der bedeutendste Marktplatz für unsere Branche“, erklärte Jürgen Marggraf, stellvertretender Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes.

Nach wie vor sieht der Bundesverband die Notwendigkeit der Anpassung der Verkaufspreise aufgrund hoher Rohwarenpreissteigerungen, insbesondere bei Lachs, Hering und Nordseekrabben. Seine Mitglieder begrüßten die Initiative der UN „Schutz und die nachhaltige Nutzung der Meere“, mit der dieses Thema 2017 in die öffentliche Diskussion gebracht wurde. Besonders im Umgang mit Plastik in der Welt sehen die Unternehmen der deutschen Fischindustrie und des Fischgroßhandels die dringende Notwendigkeit international abgestimmter Handlungsaktivitäten, um eine intakte Meeresumwelt zu erhalten.   (Juni 2017, Autor: Jörg Rüdiger)   Quelle: Bundesverband Fisch

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