Bio-Markt knackt 10-Milliarden-Euro-Grenze

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Der Bio-Umsatz in Deutschland hat 2017 erstmals die 10-Milliarden-Euro-Marke überschritten, vermeldet die Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI). So gaben die Haushalte in Deutschland 5,9 Prozent mehr Geld für Bio-Lebensmittel und -Getränke aus als im Vorjahr, insgesamt 10,04 Milliarden Euro. Insbesondere die Discounter, aber auch die Vollsortimenter des LEH haben mit größeren Verkaufsmengen den Umsatz beflügelt, so AMI. Die Umsätze im LEH wuchsen mit einem Plus von 8,8 Prozent überdurchschnittlich auf einen Bio-Umsatz von 5,93 Milliarden Euro. Der LEH erreicht damit einen Anteil am Bio-Markt von 59 Prozent. Bei vielen Produkten holen insbesondere die Discounter auf, die in den vergangenen Jahren noch kleine Bio-Anteile hatten.

Der Lebensmittelumsatz im Naturkosthandel konnte nur noch um 2,2 Prozent wachsen auf nun 2,91 Milliarden Euro und verlor damit Marktanteile, so dass er nun noch 29 Prozent des Bio-Marktes stellt. In den sonstigen Geschäften, zu denen Bäckereien, Metzgereien, Hofläden, der Versandhandel, Wochenmärkte und Reformhäuser zählen, wurden Bio-Produkte im Wert von 1,20 Milliarden Euro gekauft. Damit wuchsen die sonstigen Geschäfte etwas schwächer als im Vorjahr.

Stärkste Treiber beim Umsatzwachstum sind laut AMI die Milch- und Molkereiprodukte, Fleisch (insbesondere Rindfleisch) und das Trockensortiment. Fast alle Bio-Milch- und Molkereiprodukte bekamen mehr Regalplätze in den Discountern und Vollsortimentern, vor allem Käse und Trinkmilch in den verschiedenen Varianten. Bei deutlich höheren Preisen stieg der Butterumsatz sogar um ein Viertel. Die beiden großen Produktgruppen Obst und Gemüse waren 2017 mit durchschnittlichem Umsatzwachstum dabei: Insbesondere die Discounter zogen mit einem größeren Gemüsesortiment nach. Die Preise lagen nach teils verregneten Ernten meist über dem Vorjahr, so der von der AMI koordinierte Arbeitskreis Biomarkt auf Basis von Daten der Marktforschungsinstitute GfK, Nielsen, bioVista und Klaus Braun Kommunikationsberatung. Dem Arbeitskreis gehören an: Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI), bioVista, Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), GfK SE, Prof. Dr. Ulrich Hamm (Universität Kassel), Klaus Braun Kommunikationsberatung, Prof. Dr. Paul Michels (Hochschule Weihenstephan-Triesdorf) und Nielsen.   Bild: pixabay.com   (Februar 2018, Autor: Thomas Hillmann)   Quelle: AMI

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